Das Ende der Arbeit, wie wir sie kennen

Offenheit, leichte Zugänglichkeit, Kollaboration und Community. Diese Prinzipien werden im Coworking vereint. Wissensarbeiter und vermehrt andere Berufe suchen nach genau diesen Rahmenbedingungen, da sie Ihrer Arbeit förderlich sind, sie teilweise erst möglich machen. Diese Grundlagen findet man kaum in herkömmlichen Festanstellungen, in denen der größte Teil der Arbeitnehmer verharrt.

Man findet sie in Coworking Spaces. Der wachsende Erfolg dieser Branche, steht im Zusammenhang mit dem steigenden Bedarf nach genau diesen Voraussetzungen und ist damit ein Zeichen für den Wandel der Arbeitswelt.

Eine neue Technologie ist kurz davor endnutzerfähig zu werden. Ist das uns bekannte Internet nach der hierarchischen Client-Server-Struktur aufgebaut, bildet die Blockchain das genaue Gegenteil ab: sie ist dezentral, autonom, transparent und kann nicht manipuliert werden. Sie ist das perfekte technologische Werkzeug zum Wandel der Arbeit. Hier können komplexe, sich selbst regulierende, kollaborative Strukturen organisiert werden, ohne Serverparks aufbauen zu müssen.

Wir befinden uns am Anfang einer Transformation, die von den Zutaten Coworking und Blockchain befeuert wird und deren Verlauf sich nicht vorhersehen lässt, da sie nicht top-down gesteuert wird, sondern organisch und dezentral stattfindet. Nur eines scheint gewiss: Arbeit, so wie wir sie heute kennen, wird es wohl bald so nicht mehr geben. Und es fühlt sich ganz gut an.

Dieser Beitrag erschien zuerst im +3 Magazin am 8. Juli 2016.