Neue Arbeitswelten

Die Kluft zwischen der Arbeitswelt, die möglich wäre und der, die wir haben, könnte größer nicht sein. An einem Ende existieren noch immer normierte Büros, die mehr am Status der Mitarbeiter, als an der eigentlichen Arbeit und am Menschen ausgerichtet sind. Am anderen Ende haben wir dezentral agierende Organisationen, die trotz einer großen Mitarbeiterzahl noch nicht einmal mehr Büros haben. Weder das eine noch das andere Extrem wird für die meisten Unternehmen die richtige Lösung sein, sondern eine neue gesunde Mischung von Komponenten aus beiden Welten.

Die rapide zunehmende Digitalisierung und Automatisierung der Arbeit gibt Orten und Strukturen, die man mit Händen greifen kann, eine völlig neue Bedeutung. Denn je dezentraler und gleichzeitig vernetzter die Systeme werden, desto substanzieller wird die analoge Interaktion und vor allem auch die Räume in denen diese stattfindet. Jeder, dessen Tätigkeit schon einmal von einer Arbeitsumgebung beeinträchtigt oder beflügelt wurde, kennt diese beeinflussenden Effekte – in jede Richtung.

Wir stehen erst am Anfang einer epochalen Umwälzung der Wirtschaft, der Märkte und damit der Arbeit als solche und genau deshalb ist nun der richtige Zeitpunkt für Unternehmen zu analysieren, wie die eigene Arbeitswelt und Kultur heute aussieht, wie sie aussehen sollte und wie sie sich verändern werden muss, um den Herausforderungen der Epochenwende gewachsen zu sein. Am Ende dieses Prozesses steht in jedem Fall die räumlich, strukturelle Übersetzung dieser Erkenntnisse in die Orte der Arbeit, deren Bedeutung für die nahe Zukunft gar nicht hoch genug angesetzt werden kann.